Aurachtal

 

 

Geschichte der Gemeinde Aurachtal

 

Die Gemeinde Aurachtal wurde im Zuge der Gebietsreform im Jahre 1972 aus den drei früher selbständigen Gemeinden Münchaurach, Falkendorf und Unterreichenbach gebildet. Im Jahre 1978 wurde die ehemalige Gemeinde Neundorf eingegliedert. Hinzu kommen noch einige Weiler und einzelne Mühlen. Seit dem 1. Januar 1980 ist Aurachtal Sitz der damals neugegründeten Verwaltungsgemeinschaft Aurachtal mit den Mitgliedsgemeinden Aurachtal und Oberreichenbach.

 

Eine vielfältige Weiherlandschaft mitten von weitläufigen Wiesen und Auen, landwirtschaftlich genutzten Flachen, unterbrochen von Wäldern, geben unserer Gemeinde das landschaftliche Gepräge. Die Flüsschen Aurach und Reichenbach mit ihren Nebenbächen sind die Adern für die seit alters her vorhandene Forst-, Land- und Teichwirtschaft mit ländlich strukturierten Dörfern in fränkischer Bauweise. In den vergangenen Jahren sind größere Wohngebiete entstanden. Die gelungene Mischung, Wohnansiedlungen in die ländliche Struktur einzubinden, in der noch überwiegend Handwerk und vor allem Landwirtschaft betrieben wird, steigert die Lebensqualität unserer Wohngemeinde. Besonders die in Einklang mit der Bevölkerungsdichte gewachsene Infrastruktur macht die Gemeinde lebens- und liebenswert.

 

An Kultur und Geschichte gibt es in unserer Gemeinde viel zu berichten und zu entdecken. Die ersten urkundlichen Nachweise über die Gemeinde Aurachtal sind aus dem Jahre 1124 für den Ortsteil Münchaurach bzw. die Klosterkirche zu finden. Die Klosterkirche St. Peter und Paul in Münchaurach wurde von den Hirsauer Benediktinern erbaut und stammt aus den Jahren 1124 bis 1127. Mit der berühmten Kreuzigungsgruppe, von Adam Kraft, gilt sie als einer der bedeutendsten Kirchenbauten der romanischen Stilepoche in Franken. Sehenswert sind die neu renovierte, ehemalige Zehntscheune, das Pfarrhaus und die ehemalige Pfarrscheune in Münchaurach.

 

Der Ortsteil Falkendorf ist nach geschichtlicher Überlieferung um 1152 zur Zeit Kaiser Barbarossas gegründet worden. Der eigentliche Ursprung war eine Falkenhütte, die sich im sog. kleinen Dorf, südlich der Aurach, befunden hat. Zur mittelalterlichen Zeit wurde sie von den Herren des Schlosses Uraha, heute Herzogenaurach, als Ausgangspunkt zur Falkenjagd benutzt.


Das Denkmal des Heimatdichters Michael Kress in Falkendorf, der dort vom 12.02.1843 bis 21.02.1929 lebte, erinnert an die philosophischen Gedichte und Gesänge, in denen er die Ereignisse der Heimat und näheren Umgebung festgeschrieben und besungen hat.

 

Der Ortsteil Neundorf ist 1341 erstmals erwähnt, als Hermann von Aufsess hier eine Hufe dem Bamberger Stift St. Gangolf übertragt.

Die Ortsteile und deren Geschichte spiegeln sich im Gemeindewappen wieder, das Herr Karl Haas aus Kronach im Jahre 1983 entworfen hat. An das Benediktinerkloster St. Peter und Paul erinnern die beiden Schlüssel im Wappen. Auf die Territorialherrschaft der Markgrafen von Brandenburg Bayreuth verweist die Hohenzollern-Vierung im Schildfuß. Der Falkenkopf deutet auf den Ortsteil Falkendorf hin und der Wellenschildfluss symbolisiert die Aurach und steht auch für den Gemeindenamen.

 

Die einzelnen Ortsteile unserer Gemeinde liegen im Durchschnitt 330 m über dem Meeresspiegel. Die Gesamtfläche beträgt fast 20 Quadratkilometer. Zur Zeit leben über 3.000 Einwohner in Aurachtal.
Zu einem regen gesellschaftlichen Gemeindeleben und interessanten Freizeitangeboten tragen die Aktivitäten der zahlreichen örtlichen Vereine bei. Dabei hat insbesondere auch die im Jahre 1974 gegründete Jugendkapelle nicht nur innerhalb der Gemeinde, sondern weit über deren Grenzen hinaus Lob und Anerkennung auf dem Gebiet der Musikpflege gefunden. Sie hat zwischenzeitlich ein Leistungsniveau erreicht, das in Gemeinden vergleichbarer Größenordnung seinesgleichen sucht. .

 

 

Wappen der Gemeinde Aurachtal

 


  Wappenbeschreibung
Über von Silber und Schwarz geviertem Wellenschildfuß in Grün unter einem silbernen Falkenkopf zwei schräg gekreuzte goldene Schlüssel.
   
   
Wappenbeschreibung  
   
Die beiden Schlüssel erinnern an das Benediktinerkloster Münchaurach, das 1128 von Bischof Otto von Bamberg (1102 bis 1139) geweiht und im 16. Jahrhundert von den Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth aufgehoben wurde. Auf die Territorialherrschaft der Markgrafen weist die Zollernvierung von Silber und Schwarz im Schildfuß. Der Falkenkopf steht redend für den Ort Falkendorf. Der Wellenschildfuß stellt die Lage der Gemeinde im Aurachtal dar und steht zugleich redend für den Ortsnamen. Die grüne Tingierung des Schildes weist auf den landwirtschaftlichen Charakter des Gemeindegebietes.
   
   
Wappendaten  
   
Wappenführung seit: 1984
   
Rechtsgrundlage: Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung der Regierung von Mittelfranken
   
Beleg: Schreiben der Regierung von Mittelfranken vom 02.01.1984
   
Elemente aus Familienwappen: von Brandenburg-Bayreuth

 

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